Geschichte der Volksschule Lilienfeld


 
1220 - 1864
     
aus :"Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld" 4. Band
1220
Es ist anzunehmen, dass die Entstehung der Schule mit der Gründung der Pfarre eng zusammenhängt. (Pfarrschule)
 
 
Kaiserin Theresia und Kaiser Josef II. sorgten für eine allgemeine Volksbildung. Jeder Pfarrort sollte eine Schule haben.  
Armen Schülern wurde das Schulgeld erlassen.
Allen schulfähigen Kindern wurde der Schulbesuch zur Pflicht gemacht.
 
 
Mit der Aufsicht über die Schulen wurden erfahrene Schulmänner betraut, sogenannte Kreisschulkommissare, welche mit den heutigen Bezirksschulinspektoren verglichen werden können.
 
1782
Aus einem Visitationsbericht in der Chronik des Stiftes Melk geht hervor, dass die Schule zweiklassig war.
Es gab einen Schulmeister und einen Schulgehilfen.
134 schulfähige Kinder, schulbesuchende Kinder nur 36;
davon 17 Buchstabierer und 19 Leser
 
1810
Das Schulgebäude, das hart neben der Kirche stand, wurde beim großen Brand der Kirche ein Schutthaufen.
 
1840
Auf stiflichem Grund gegenüber des Stiftsportals wurde ein neues Schulgebäude erbaut. Das Stift übte über die Pfarrschule weiterhin das Patronatsrecht  aus.
 
1864
ging das Schulhaus im guten Zustande "per Bausch und Bogen" in das Eigentum der Gemeinde Lilienfeld über.
 
   


 
1864 - 1899
   
aus :"Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld" 4. Band
1870
wurde das Schulgeld, oft eine schwere und große Last für die armen, kinderreichen Eltern, aufgehoben und das Schulerfordernis auf den Steuergulden umgelegt.
 
1874
Erster Handarbeitsunterricht.
 
1877
wurde die Schule vierklassig. (323 Kinder)
 
1877
Eröffnung der einklassigen Schule in Wiesenbach.
Dreißig Kinder der Volksschule Lilienfeld wurden in Wiesenbach eingeschult.
 
1871 und 1874
Durch Erlässe der Bezirksschulrates Lilienfeld wurden die Schulsprengel festgelegt.
 
 
Nach Inspektion der Schule durch den Landesschulrat wurde das Mädchenturnen angeordnet.
 
1882
schenkte der Bergwerksbesitzer Ferdinand Fruwirth der Schulgemeinde Schrambach das ehemalige Steigerhaus, in dem eine einklassige Volksschule errichtet wurde.
 
1890
begann das Schuljahr erstmals im September - Schulschluss war der 15. Juli.  
Wöchentlicher Ferialtag war der Samstag. 
Bis dahin begann das Schuljahr zu Ostern.
 
1894
Es gab damals noch sehr viele arme Kinder. Der Oberschulrat eröffnete eine Suppenanstalt, das Stift beteilte die Kinder mit Brot.
 
1895
bekam die Schule einen Brunnen - bis dahin gab es im Schulgebäude kein Trinkwasser.
Der Brunnen war bis 1925 in Betrieb.
 
1898
Zur weiteren Unterstützung der armen Kinder wurde der Schulhellerverein gegründet.
 
1899
Schule wegen Überschwemmung durch die Traisen geschlossen.
 
   

   
1900 - 1946
 
aus :"Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld" 4. Band
1900
Impfung der Kinder .
Die Volkszählung ergab eine Einwohnerzahl von 2996.
 
1905
Die Schule wurde sechsklassig.
 
 
Die Erhaltungskosten der Schule betrugen 358 K, das waren 17 % des Gemeindebudgets.
 
1910
ergab die Volkszählung 3432 Einwohner.
 
1914
brach der erste Weltkrieg aus . Die Lehrer mussten mit den Kindern Altmaterial sammeln: Messing, Zink, Zinn, Kupfer, Altgummi,...
 
1915
Nach der Kriegserklärung Italiens an Österreich strömten immer mehr italienische Flüchtlinge über die Grenze. Für die italienischen Kinder wurde im Nebentrakt des Hauses Liebenwein eine italienische Schule errichtet.
 
 
Es gab große Ernährungsschwierigkeiten.
Die amerikanische Kinder -Hilfsorganisation half mit Lebensmitteln.
 
1919
Erster Elternabend des neu gegründeten Elternvereins im Portensaal.
 
 
Wegen der Inflation gab es in Deutschland furchtbare Not. Auch nach Lilienfeld kamen 9 deutsche Kinder zur Erholung und besuchten hier die Schule.
 
1927
wurde vom österreichischen Parlament das neue Mittelschul - und Hauptschulgesetz beschlossen.
 
1927
wurde die Hauptschule für Knaben mit Zulassung von Mädchen eröffnet.
 
1929
wurde die neuerbaute Volks- und Hauptschule eröffnet.
 
 
Die wirttschaftliche Lage war trostlos - die Schlote in Marktl rauchten nicht mehr , im Kohlenwerk in Schrambach arbeiteten nur 60 Arbeiter.
Viele Kinder wurden krank - Masern, Diphterie, Grippe und Keuchhusten. Auch in den folgenden Jahren erkrankten immer wieder viele Kinder - sogar Kinderlähmung trat auf.
 
1933
wurde eine Klasse in der Schule Schrambach wegen Schülermangels stillgelegt.
 
1939
Ausbruch des zweiten Weltkrieges
 
 
Schulklassen dienten als Musterungslokale.
Die Winter waren streng, es gab viele kranke Kinder.
Heizmaterial war knapp. Unsere Kohle ging nach Deutschland und Italien. Der Unterricht wurde einen ganzen Monat eingestellt.
 
 
Im Sommer wurden Lehrer und Kinder zur Erntehilfe eingesetzt.
Die Schüler sammelten Heilkräuter, trockneten sie und lieferten sie an die staatlichen Sammelstellen.
Es drohte ein Hochwasser.
 
1940
Die Schule bekam ein Rundfunkgerät
 
1941/42
war der Winter sehr streng - bis zu minus 30 Grad Celsius. Keine Kohle - die Schule wurde von J änner bis März gesperrt.
 
 
Wegen Angriffen feindlicher Flieger musste für die Schüler ein Luftschutzdienst organisiert werden.
 
1945
Die Hauptschüler und die 5. Klasse Volksschule übersiedeln in den Sitzungssaal des Gemeindehauses Lilienfeld .
 
1945
Ab 6. Juni - nach dem Zusammenbruch Deutschlands begann regelmäßiger Unterricht. Die Hauptschüler von Traisen wurden nach Lilienfeld eingeschult, da die Traisner Schule abgebrannt war.
 
 
Wegen der zerstörten Eisenbahnbrücke in Wilhelmsburg war der Bahnverkehr nach St. Pölten lahmgelegt. Die Bauernhöfe waren ausgeplündert, die Versorgung mit Nahrungsmitteln war zusammengebrochen.
 
1946
Das Staatsamt für Volksernährung lieferte Lebensmittel für die Ausspeisung für die Schüler. Von der Schweizer Schulkinderaktion bekamen 40 Kinder warme Schuhe . Es gab auch eine Dänische Schülerausspeisung, die später von der UNICEF weitergeführt wurde.Die Lebensmittel bestanden aus Erbsen, Bohnen, Trockenmilch.
 
 
Unterricht in russischer Sprache wurde in der Schule eingeführt.
 
   


   
 
1946 - 2006
aus :"Heimatkunde des Bezirkes Lilienfeld" 4. Band
1946/47
sehr strenger Winter, der Zug Türnitz Lilienfeld wurde vor Weihnachten eingestellt. Es fehlten 50 % der Schüler, die Zentralheizungsanlage versagte.
 
1948/49
Eine Kleiderspende aus Island kam an.
 
1952/53
epidemisches Auftreten von Masern
 
1955/56
Ein Mädchen aus der zweiten Volksschulklasse verstarb an Kinderlähmung.
 
1956
Schulhof und Garagen für Schülerräder wurden asphaltiert
 
1956
Zum 100. Geburtstag Mathias Zdarskys wurden von den Schülern an seinem Grab in Marktl 1000 Blausterne gesetzt .
 
1959
Wegen zunehmender Schülerzahlen muss eine Klasse in die Turnsaalgardarobe.
 
1960/61
Wegen Platzmangel musste die 4. Klasse VS ins Stiftkonvent.
 
1962
40 jähriges Jubiläum desLandesschulrates für Niederösterreich - Die Schüler gestalteten eine Feier im Dormitorium des Stiftes.
 
1963
noch eine Klasse musste im Stiftkonvent unterrichtet werden.
 
1964
Entsprechend dem Schulgesetz werden Volksschule und Hauptschule getrennt
 
1969/70
wird die Schule in Schrambach geschlossen.
 
 
Sexualkundeunterricht wird eingeführt und ein Test zur Leistungsbeurteilung am Ende der 4. Schulstufe kommt zum Einsatz.
 
1973
HL Eigentaler, der Jahre zuvor mit seinen Schülern viele Nussbäume gesetzt hat, ruft auf zur Aktion "Sonnenblume" und verteilt an die Schüler Sonnenblumensamen
 
1973
Feierliche Eröffnung des neuen Volksschulgebäudes.
 
1974
gab es die ersten Semesterferien.
 
1976
Unter Direktor Reiner gab es eine Neigungsgruppe Schilauf, die auch unter Direktor Schubert viele Jahre weiterlief und dann noch um eine Langlaufgruppe ergänzt wurde .
Jedes Jahr gab es auf dem Weiherfeld ein Schülerschirennen,
 
1986/87
Erstmals Schulforum und Klassenforum
 
 
Jährlich Gemeindeball in der Schule.
 
 
Besuche aus Ungarn und aus der Partnerstadt Joetsu
 
1991, 1994,...
Besuche und Gegenbesuche der Partnerstadt Trebic in Tschechien.
 
1997
großer Schaden durch das Hochwasser im Untergeschoß der Schule.
 
1998
zum 25 jährigen Jubiläum - große Feier - Abschluss der Sanierungsarbeiten - Übersiedlung der Bildstelle in den Keller, die Kanzlei und das Konferenzzimmer wurden auch verlegt.
 
 
Einführung gesunde Jause, täglicher Apfel , bewegte Pause.
 
2003
unser Schulgebäude ist 30 Jahre alt
 
2006
ehemaliger Hauptschullehrer Othmar Eigenthaler verstorben
 
2006
Feierliche Umbenennung der Schule in Mathias Zdarskyvolksschule anlässlich des 150. Geburtstags Mathias Zdarskys
 
2006

Umbenennung der Schihauptschule Lilienfeld in Michaela Dorfmeisterschule anlässlich der großen Erfolge und der Beendigung der Karrierer Michaela Dorfmeisters-
Olympiasieg in der Abfahrt in Torino (ITA)
- Olympiasieg im Super-G in Torino (ITA)